Oktober 2010
PROGRAMM

Samstag, 30.10.10, 20.00 Uhr:

Visham – Queer Cinema aus Indien

Im Juli 2009 strich der Oberste indische Gerichtshof den Abschnitt
aus dem Strafgesetzbuch, der Homosexualität unter Strafe stellte.
Die Auseinandersetzung mit sexueller Orientierung und Geschlechteridentitäten
hat in Indien größte Aktualität, queere Menschen sind in der indischen Öffentlichkeit
und den Medien präsent. Visham (im Hindi so viel wie unangepasst, abzulehnen, rauh,
schwer zu verstehen) präsentiert an vier Abenden Filme, die zeigen, wie sich
die indische Gesellschaft mit der Problematik „anderer“ sexueller Orientierung
auseinandersetzt, mit welchen Hindernissen Menschen dort konfrontiert sind.
In Kooperation mit Deutsch-Indische Gesellschaft e.V.,
Deutsch-Indische Zusammenarbeit Nord e.V. und ECOMOVE International e.V.
Die Reihe wird gefördert durch die Hannchen-Mehrzweck-Stiftung,
die Behörde für Kultur, Sport und Medien Hamburg, den Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V.,
die Hamburger Deutsch-Indische Gesellschaft e.V.
und den Fachschaftsrat Indologie/Tibetologie der Uni Hamburg.

New Delhis Pride 2009
Ranjit Monga (Dokumentarfilm, Indien 2009, 6 min., Hindi/Englisch mit engl. UT)

Ein Kurzfilm, der die Stimmung auf der zweiten LGBT-Pride-Parade (lesbian, gay,
bisexual, and transgender) in Neu Delhi einfängt, kurz vor der Entscheidung
des Obersten Gerichtshofs.

Make Ups
Jehangir Jani (Dokumentarfilm, Indien 2005, 9 min)

Ein Tag im Leben dreier Personen aus Mumbai: Eine alternde Schauspielerin,
eine Prostituierte und eine schwule Schreibkraft. Eingebunden in die Suche
nach ihren eigenen Lebensutopien werden alle drei Charaktere aufgrund ihrer
Sehnsüchte von der Gesellschaft abgelehnt.

Our Family
Dr. Anjali Monteiro, Dr. K. P. Jayasankar
(Dokumentarfilm, Indien 2007, 56 min, Tamil mit engl. UT)

Der Film stellt das Ein-Personen-Theaterstück „Nirvanam“ einer Familie aus
weiblichen Transgenders in Tamil Nadu gegenüber. Aasha, Seetha und Dhana sind
Aravani (Hijras) und über drei Generationen per Adoption miteinander verbunden.
„Nirvanam“ (Befreiung) thematisiert die Transformation zur Frau. Die Schmerzen,
Freuden und Dilemmata dieses „Anderswerdens“ sind auch das Motiv des Films,
der die Performance, Lebensgeschichten und den Alltag miteinander verwebt und
dabei die Trennlinie zwischen „uns“ und „denen“ in Frage stellt.

KINO
 
KONTAKT
 
FOTOGALERIE
 
PRESSE
 
LINKS
 
ARCHIV